Beseelte Welten

In der großen Tradition der „Beschauer“ gelingt es der Malerin Elisabeth Ernst, wie früher den Orakelbefragern oder den großen Ärzten, die Seele, oder genauer gesagt die eine, von ihr „geschaute“ Seele, hinter der realen Wirklichkeit sichtbar zu machen. Mit den Mitteln des Realismus und dessen Auflösung in die Abstraktion und der Synthese des neu geschauten, gelingt Elisabeth Ernst, die Sichtbarmachung der transzendenten Seele der Wirklichkeit. Ob in ihren Porträts von Menschen oder Tieren, aber sogar in ihren „Straßenszenen“, zeigt sie uns eine Parallelwelt, die zutiefst subjektiv wirklich ist, so wirklich, wie die wirkliche objektive Welt. Wenn Stephen Hawkins behauptet es gäbe 10 hoch 50 Universen, dann führt uns die Malerin in zumindest ein parallel existierendes Universum und verführt damit den Betrachter zur Schaffung eigener Parallelwelten. Die unaufdringliche Gestaltung ihrer Werke ermöglicht, das Heraustreten der transzendenten Aspekte der Dinge in die Welt des Betrachters und sein Hineintreten in die überkomplexe Welt der Dinge.

                                                     Dr. Helmut Schwanzar


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 24 Bild 4 Bild 6 Bild 5 Bild 11 Bild 8 Bild 1 Bild 2 Bild 10 Bild 9 Bild 33 Bild 19 Bild 16 Bild 17 Bild 18

 

schatten

 

konkurrenz

Die Konkurrenz Text 01

Familie in Tirol, 1971, Tusche auf Papier, 19,2 x 19,8 cm ASKO, Hund von Dr. Rudolf Bock, Sbg., Bleistift auf Papier, 12 x 16 cm Hut und Mädchen, Kugelschreiber auf Papier, 10 x 7 cm, 1982 Mutter mit Kind in Schärding, Filzstift auf Papier, 18 x 24 cm, 1975
Rapidograf Bleistift Kugelschreiber Filzstift

Die Konkurrenz

Bild 21 Bild 13 Bild 14 Bild 28 Bild 7 Bild 35 Bild 25 Bild 26 Bild 27 Bild 31 Bild 12 Bild 37 Bild 20 Bild 22 Bild 42

Bild 40 Bild 41 Bild 34 Bild 32 Bild 29 Bild 39 Bild 15 Bild 30 Bild 36 Bild 3

 

Asphaltpoesie

O. P. Zier mit einem Vorschlag zum Umgang mit seinen spontanen Gedichten auf die Videoprints von Elisabeth Ernst in der Ausstellung:

Zuerst sollen die Betrachterinnen und Betrachter ihre eigenen poetischen Reaktionen auf die Bilder in ihren Köpfen entstehen lassen. Danach erlaube ich mir, sie gewissermaßen mit meinen Texten zu "beschenken".
Auf diese Weise soll ein Spiel mit Assoziationen entstehen, die sich vielleicht manchmal decken oder aber in ganz andere Richtungen führen.

 

videoprints gedicht 01

Auch wenn, wie
heute, meine
lange Nase
tropft: ich
stehe jeden
Dienstag
an dieser Stelle
und spiele
auf meinem
aufblasbaren
Keyboard

 

Videoprints Elisabeth Ernst 02

Popey, auf
der Suche
nach seiner
Pfeife, formt
sein Gesicht
zur wütenden
Faust

 

Videoprints Elisabeth Ernst 03

Wie lang
soll ich mich noch
abschleppen, da
hinten - und du
trägst nichts sonst
als die Verantwortung
(für den Umweg, den
du zum Ziel erklärst)

 

Videoprints Elisabeth Ernst 4

Der Hund
liegt auf der Lauer.
Und von weitem
schleicht sich
der neue Tag

als Wolke
an

 

Elisabeth Ernst Videoprints 05

Manchmal
vergisst
der Schneemann
im Frühjahr
seinen Schatten.